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Wanderweg Galterntal

Das Galterntal, eine Oase der Entspannung.

Als erstes wollen wir durch den Galterngraben wandern. Gemäss Kantonalem Landschaftsinventar ist das ganze Tal Landwirtschaftszone I. Bauliche Veränderungen sind also nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen möglich.

In den Sommermonaten empfängt uns beim Abstieg nach Ameismühle kräftiges Grillkonzert. Auch Schmetterlinge bevölkern diesen windgeschützten, trockenen Südhang.

Kaum hat uns das kühlende Laubdach des Schluchtwaldes in Empfang genommen, treffen wir auf das Kleinholz des Galterntales, das Tuffstein-Quellgebiet. Es soll unsere Freude nicht schmälern, wenn wir zugestehen müssen, dass dieser Flecken auf dem Gemeindegebiet St.Ursen liegt. Ansonst tun wir einen Blick auf die Tafersseite des Baches. Dort läuft das gleiche Naturphänomen auch ab. Kalkgesättigtes Wasser quillt an die Oberfläche, kolliert und gurgelt über Laub- Pflanzenreste. Dabei fällt Kalkstein aus, der sich auf den Pflanzenresten ablagert und dadurch das Tuffgestein wachsen lässt. Hier läuft also noch heute der Prozess der Versteinerung ab. Nur sehr genügsame Pflanzen vermögen auf diesem Untergrund zu wachsen. Es sind dies einige Moose und ein Hungerkünstler, das Fettkraut. Mit seinen klebrigen Blättern fängt es gelegentlich Kleininsekten ein, um sich so mit dem nötigen Stickstoff zu versorgen. Es ist also eine fleischfressende Pflanze. Das sehr labile Biotop betreten wir natürlich unter keinen Umständen! Die Pflanzen leben hier am Existenzminimum, und ein Bruch oder Riss im Tuffgesteinkörper könnte das feine Adernetz der Wasserkanälchen durcheinanderbringen und ganze Flächen austrocknen lassen.

Bei der nächsten Überquerung des Galternbaches betreten wir wiederum Taferser Gemeindegebiet. Wir schauen von der Brücke aus ins Bachbett. Besonders bei Niedrigwasser können wir sehr schöne, in den Sandstein gegrabene Strudellöcher entdecken. Von der Wasserkraft angetriebene Steine haben topfartige Vertiefungen in den weichen Sandstein gegraben. Flussabwärts sind noch an verschiedenen Stellen gleiche Erosionsformen zu betrachten. Auf dem ganzen Weg begleiten uns die Pflöcke eines Naturlehrpfades. An die vierzig Bäume und Sträucher werden mit ihren deutschen, französischen und lateinischen Namen vorgestellt.

Immer mehr öffnet sich das Tal, es wird heller. Wenn wir Glück haben, nimmt uns nun ein gedrungener, brauner Vogel mit auffallend weißem Brustfleck in Empfang. Es ist die Wasseramsel. Sie brütet regelmässig im unteren Teil des Galterngrabens.

 

Wanderweg Galterntal
1712 Tafers

Galterntal
Quelle: Philipp Kessler

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